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Samstag, April 2nd, 2011

Das geht doch gar nicht, dass schaffe ich nie…

Kennen Sie solche Sätze aus eigener Erfahrung? Da wagt es mal jemand, Sie mit einer kühnen Idee in Verbindung zu bringen und Ihnen fallen erst mal nur Gründe ein, die dagegen sprechen, die die scheinbare Unmöglichkeit dieser Idee zum Ausdruck bringen.

Natürlich muss nicht jede Idee ein Treffer sein. Aber was, wenn “es” doch möglich wäre und die einstudierte Antwort Ihnen eine großartige Erfahrung einfach vorenthält?

Überprüfen Sie doch mal Ihre “Geht-Nicht”s und “Schaffe ich nicht”s. Gibt es welche darunter, die richtig weh tun. Ideen und Vorhaben, die in Ihnen ganz große Resonanz auslösen, aber eben vermeintlich unerreichbar sind?

Und dann: Beginnen Sie. Probieren Sie aus. Gehen Sie einen ersten Schritt. Bringen Sie den Stein in Bewegung. Sie werden entdecken: Ungeahntes wird möglich. Nicht beim ersten Versuch, nicht ohne Training, nicht per Abkürzung.

Als Student vor gut 16 Jahren bekam ich Radsportfieber. Als Zuschauer erlebte ich in Hamburg die Cyclassics, ein Radrennen mit unterschiedlichen Modulen für Profis und auch Hobbyradler. Ich sah die dahinrasenden Sportler und war begeistert und zugleich überzeugt, dass ich das niemals so hinbekommen würde.

Ich hatte ja nur ein mittelmäßiges Mountainbike, keine Kondition von der ich gewusst hätte und viel zu großen Respekt vor den drahtigen Gestalten auf ihren High-Tech-Maschinen. Natürlich konnte ich mit denen nicht messen.

In diesem Jahr starte ich bei so einem Rennen in Berlin. In der sogenannten “Jedermann”-Klasse. Übergewichtig, mäßig technisiert, alt und ergraut. Ohne Aussicht auf einen Podiumsplatz. Ohne derlei Ambitionen. Aber ich fahre mit. Ich habe das “Fieber” zugelassen und immer wieder mal einen kleinen Schritt nach vorne gewagt. Es hat gedauert. Es gab Zwischenschritte. Und eine kleine Schar von Leuten, die den Traum mit mir geteilt haben.

Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe, aber ich werde es ausprobieren. Und feiern, wenn ich durchkomme. Vor Jahren undenkbar. Heute einen Versuch wert. Und dazwischen einfach eine Kette von ergriffenen Chancen.

Wie wärs? Welchen Traum möchten Sie nicht einfch abschreiben?


Sonntag, November 28th, 2010

Veränderungen gestalten

Eine Gruppe von Führungskräften einer Hilfsorganisation fährt zu einem Seminar über Veränderung in eine rheinische Metropole. Die Fahrt läuft plangemäß, die Stimmung ist gut, und offenbar versteht man sich blendend.

Ankunft in der Unterkunft. Alles passt zusammen. Just in time. Die Adresse stand auf der Anmeldebestätigung, die professionellen Helfer verstehen eben etwas von Navigation und dem Finden von Einsatzorten. Dann die Überraschung: Unterbringung und Seminar finden “plötzlich” ganz woanders statt. Nur hinfinden muss die Gruppe noch [...]

Ein wundervolles Beispiel, wie uns “Veränderungen” meistens erwischen: Ziemlich kalt. Kein Mensch klagt über die Veränderung, die das eigene Renovieren bringt. Aber ein Ortswechsel, wenn man sich gerade am Ziel glaubte, oder eine Strategiedebatte, nachdem man eben gerade die Strukturveränderung abgeschlossen hat? Das bringt Einiges in uns in Aufruhr. Und manch einen Zeitgenossen zum kochen. Und es zeigt die wahren Herausforderungen in der Gestaltung von Veränderungen.

Gut, wenn man darauf vorbereitet ist.

Übrigens: Vielen Dank an die Malteser in Wetzlar, für diese wunderbare Inspiration. Sie haben diese Erfahrung hier geteilt.



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